Chronische Weichteilschmerzen und Ultraschalldiagnostik

ein moderner therapeutischer Ansatz

Chronische Schmerzen im Bewegungsapparat sind für viele Menschen eine allzu häufige Erfahrung. Oft werden diese Schmerzen durch Abnützungen von Gelenken und Wirbelsäule verursacht: Arthrosen und Bandscheibenschäden. Es gibt aber auch lokale Entzündungen im Bindegewebe, die chronische Schmerzen verursachen. Tali infiammazioni possono verificarsi in corrispondenza della base dei tendini, dei muscoli e delle borse sinoviali. Queste infiammazioni sono causate da uno sforzo eccessivo del sistema muscoloscheletrico e da uno sforzo errato. Altri possibili fattori scatenanti sono gli incidenti di lieve entità, come gli inciampi e le contusioni.

Die erwähnten lokalen Entzündungen im Bindegewebe können mit Ultraschall (Sonographie) aufgesucht und bildlich dargestellt werden. Eine Entzündung führt nämlich zu vermehrter Durchblutung, zu lokaler Flüssigkeitsansammlung (Ödem) im Gewebe und zur lokalen Anhäufung von Entzündungszellen. Diese Phänomene zeigen sich im Ultraschallbild als typische Veränderungen.

Besonders erwähnt müssen die Schleimbeutelentzündungen. Sie sind besonders hartnäckig und widerstehen den Mitteln der Hausapotheke; auch unter Physiotherapie heilen sie meist nicht ab. Allgemein bekannt sind die Schleimbeutel am Ellbogen und vor der Kniescheibe. Der menschliche Körper besitzt aber über 200 weitere Schleimbeutel, viele im Bereich von Gelenken. Schleimbeutel enthalten wenig Schleim als inneres Gleitmittel und verringern die Reibung zwischen Strukturen des Bewegungsapparates (Haut, Knochen, Bänder, Sehnen, Muskeln), die sich unter mechanischem Druck gegeneinander verschieben müssen – ähnlich wie etwa ein Kugellager im Maschinenbau. Wird ein Schleimbeutel (Bursa) überbeansprucht, so füllt er sich mit Flüssigkeit, die Hülle des Beutels wird lederartig dick und führt zur Durchblutungsvermehrung mit Schmerzerzeugung der unmittelbaren Umgebung – man spricht von Schleimbeutelentzündung (Bursitis), was im Ultraschallbild gut zu erkennen ist. Besonders häufig findet man sie im Bereich der Hüfte sowie des Schultergelenkes.

Entzündungen können mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden, die man durch Einreiben als Salbe anwendet, falls die Entzündung oberflächlich liegt. Liegt sie tiefer im Körper, werden die Medikamente geschluckt oder an einem geeigneten Ort als Depot ins Gewebe gespritzt. In der Folge gelangen sie langsam ins Blut und werden im Körper verteilt. So gelangt der Wirkstoff auch zur entzündeten Stelle, allerdings nur ein sehr kleiner Teil der aufgenommenen Menge. Deshalb ist es viel effizienter, das Medikament mit dem Wirkstoff direkt an den Ort der Entzündung zu bringen. Eine kleine Dosis führt zur hohen Konzentration des Wirkstoffes im Entzündungsbereich und der übrige Körper wird bloss durch Spuren des Medikamentes belastet. Die wirksamsten Entzündungshemmer sind das Cortison und seine Abkömmlinge.

An vielen Stellen des Körpers kann der Arzt aufgrund der Druckschmerzhaftigkeit lokale Entzündungen ausfindig machen. Mit Nadel und Spritze werden so schon seit langer Zeit lokale Entzündungen bekämpft, indem das Medikament möglichst nahe an den Entzündungsherd gebracht wird. Sowohl die diagnostische Sicherheit des tastenden Fingers als auch die Treffsicherheit der Nadel nehmen mit zunehmender Tiefe des Entzündungsherdes im Körper rasch ab. Genau da eröffnet die Ultraschalltechnik den Weg zu einer genialen Kombination von Diagnostik und Therapie: die ultraschallgesteuerte Infiltrationstherapie!

Der Entzündungsherd wird im Ultraschallbild dargestellt – als „Gegenprobe“ dient die Druckschmerzhaftigkeit an dieser Stelle. Dann wird eine längere und dünne Nadel einwenig neben der Schallsonde durch die Haut eingeführt. Unter Sicht im laufenden Ultraschallbild wird die Nadelspitze zielgenau an den Entzündungsherd geführt, dieser kann auch tiefer unter der Haut liegen. Das „Ankommen“ der Nadel bestätigt der Patient durch Schmerzangabe. Das Medikament wird wiederum unter Sicht platziert.

Bei uns werden Nadeln von 6 bis 8 cm Länge mit einem Aussendurchmesser von 0.6 mm verwendet. Als Medikamente mischen wir ein Mittel zur lokalen Betäubung (Lokalanästheticum) mit einem stark wirksamen Cortison in Kristallform. Diese winzigen Kristalle kleben am Gewebe fest und lösen sich langsam auf. So wird am Entzündungsherd über die Dauer von bis 12 Wochen eine Entzündungshemmung erreicht, was meistens zur nachhaltigen Abheilung der Entzündung und damit der chronischen Schmerzen führt.

Zum Abschluss eine häufige Leidensgeschichte aus mehrjähriger Berufserfahrung – harmlos, aber sehr belastend: Unangenehme Schmerzen seit vielen Wochen im Hüftbereich ohne genaue Lokalisation mit Ausstrahlung in den Rücken sowie in den Oberschenkel bis zum Knie, die besonders auch die Nachtruhe stören (Entzündungen schmerzen insbesondere auch nachts!); die Seitenlage ist nicht mehr möglich. Ebenso unangenehm sind das längere Sitzen (Autofahren) und das Treppenaufgehen. Es kann auch soweit kommen, dass jeder Schritt schmerzt. Bei dieser Vorgeschichte zeigt sich im Ultraschall sehr oft eine Schleimbeutelentzündung über dem Rollhöcker aussen an der Hüfte (Bursitis trochanterica) mit meist zusätzlichen Schmerzen an der Knieaussenseite (Bursitis peronea) sowie Schmerzen im Kreuz (Enthesiopathie an der Spina iliaca posterior superior). Die ultraschallgesteuerte Behandlung der Schleimbeutelentzündung an der Hüfte reicht oft und ist meistens nachhaltig wirksam: Schmerzreduktion bis Schmerzfreiheit innert ein bis drei Wochen für Monate oder länger.

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